Abstraktes und Konkretes

Der Weg der Erkenntnis von der Sinneseempfindung zum Verständnis der Wirklichkeit.

Die Worte „Abstraktes“ und „Konkretes“

Das Wort Abstraktes stammt aus dem Lateinischen, wo abstrahere abziehen, wegziehen oder entfernen bedeutet. Als abstrakt betrachten wir im Alltag manchmal Begriffe oder Aussagen, die scheinbar keine praktische Bedeutung haben und setzen dies als Gegensatz zu Konkretem. Dieses Wort stammt auch aus dem Lateinischen, wo concretus dicht oder fest bedeutet. Abstrakt wird manchmal auch in dem Sinne verwendet, dass damit Kompliziertes, Wissenschaftliches und schwer Verständliches gemeint ist.

Abstraktes und Konkretes im dialektischen Materialismus

Im dialektischen Materialismus bilden Abstraktes und Konkretes eine dialektische Einheit und definieren zwei Seiten des Erkenntnisprozesses.

Der Erkenntnisprozess verläuft so, dass das Konkrete, wie es durch die Sinneserkenntnis gegeben ist, analysiert wird. Dabei werden abstrakte Begriffe gebildet, die einzelne Seiten, Merkmale und Beziehungen der Gegenstände widerspiegeln. Der Zusammenhang zwischen diesen Begriffen wird während des Aufsteigens vom Abstrakten zu einem höheren Konkretem hergestellt. Durch diesen Schritt werden Gegenstände im Bewusstsein auf einer höheren Ebene reproduziert und dabei als Ganzes in ihren wesentlichen Beziehungen erfasst. Nun ist es wiederum möglich auf Basis des neu erzeugten Konkreten weitere Abstraktionen und erneute Konkretisierungen aufzubauen.

Literatur

[1] Georg Klaus und Manfred Buhr (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. Leipzig: Verlag Enzyklopädie, 1971.

[2] N. I. Kondakow: Wörterbuch der Logik. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1978.

Weblinks

Philosophenstübchen-Blog: „Die abstrakte und konkrete Freiheit„, 24. April 2012. (Abgerufen am 27. April 2012)

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Kategorien: Philosophie

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