Wissenschaftsgeschichte 50/2016 12.12. – 18.12.

Victor Franz Hess • Löwenmensch, Chauvet-Höhle

17. Dezember

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Am 17. Dezember 1964 starb der österreichische Physiker Viktor Franz Hess (1883-1964) in Mount Verno (USA, Bundestaat New York).

Hess erhielt im Jahre 1936 den Nobelpreis für Physik als Anerkennung für die Entdeckung der kosmischen Strahlung. Den Preis teilte er mit Carl David Anderson, welcher für die Entdeckung des Positrons ausgezeichnet wird. Diese beschreibt er in seiner Vorlesung zur Preisverleihung.

Als ich im Jahre 1912 in einer Reihe von Ballonaufstiegen zeigen konnte, dass die Ionisierung in einem hermetisch verschlossenen Kessel mit zunehmender Höhe zurückging (Reduzierung des Effekts radioaktiver Substanzen in der Erde), aber in Höhen ab 1000 m zunahm und bei 5 km ein Maximum mehrfach über dem Wert am Boden erreichte, schlussfolgerte ich, dass die Ionisierung der Durchdringung der Erdatmosphäre durch eine bisher unbekannte Strahlung mit einer außergewöhnlichen Durchdringungskraft zuzuschreiben sein könnte, die auch noch am Boden in der Lage war Luft zu ionisieren [1].

Mehr zum Stöbern im Web

Ein Videoporträt der Österreichischen Mediathek: Nobelpreisträger Victor Franz Hess, der Entdecker der Kosmischen Strahlung.

Ein Artikel über Hess‘ Forschungen Erinnerungen an V.F. Hess, den Entdecker der kosmischen Strahlung, und an die ersten Jahre des Betriebes des Hafelekar-Labors von Rudolf Steinmaurer.

Auf der Webseite der Schweizerischen Physikalischen Gesellschaft der Artikel
Victor Franz Hess, Entdecker der kosmischen Strahlung von Peter Maria Schuster. Siehe auch den Eintrag der Wikipedia.

Aufsatz von V. F. Hess aus dem Jahre 1913 in der Physikalischen Zeitschrift: Über den Ursprung der durchdringenden Strahlung.

[1] Victor F. Hess. Nobel Lecture: Unsolved Problems in Physics: Tasks for the Immediate Future in Cosmic Ray Studies. Nobelprize.org. Nobel Media AB 2014. Web. 16 Dec 2016.

Bildquelle: Wikipedia

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18. Dezember

Am 18. Dezember 1994 wurde die Chauvet-Höhle entdeckt. In ihr befinden sich Zeichnungen mit einem Alter von ca. 30 000 Jahren. Hier sehen wir einige Wollnashörner.

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Am 18. Dezember 2003 wurden Ergebnisse von Ausgrabungen in der Höhle Hohler Fels auf der Schwäbischen Alb in Nature veröffentlicht. Unter den Fundstücken befindet sich eine eine Figurine, die einen Menschen mit einem Löwenkopf darstellt. Dies ist der zweiter derartige Fund. Der erste Löwenmensch wurde 1939 entdeckt. Dieser hat ein Alter von 35 bis 41 Tausend Jahren und ist damit einer der ältesten Belege für künstlerische Ausdrucksformen von Menschen. Ausführliche Informationen gibt es auch beim Museum der Stadt Ulm. Die Bilder hierunter zeigen ihn seinem aktuellen Restaurationszustand.

Der am Hohlen Fels gefundene Löwenmensch ist mit einer Größe von 4 cm und einem Gewicht von wenigen Gramm kleiner als andere Funde und wurde auch als „Löwenmenschle“ bezeichnet.

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Bildquelle: Wikipedia

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Kategorien: Archäologie, Astronomie, Physik

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