Ein großer Fortschritt der Geologie im 18. Jahrhundert

Wissfo-Weihnachtscountdown 20.12.16: Ein geologisches Profil von Johann Gottlieb Lehmann (1756)

Johann Gottlob Lehmann (1719 – 1767) war einer der ersten Geologen, die bei ihren Untersuchungen das stratigraphische Prinzip (jüngere Ablagerungsschichten liegen auf älteren) anwendeten. Die Idee entwickelte bereits Nicolaus Steno (1638 – 1686).

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Lehmann ging davon aus, dass ursprüngliche Gebirge aus kristallinen Schichten ohne Fossilien bestehen. Sie haben einen chemischen Ursprung und sind vom „Wasser der Schöpfung“ getrennt. Die nächsten Formationen sind deutlich geschichtet und enthalten Fossilien. Sie sollen von der Sintflut herstammen. Seitdem wurden weitere Schwemmgesteine abgelagert, die nur einen losen Zusammenhalt aufweisen und lokal mit vulkanischen Gestein durchsetzt sind.

So nennt Lehmann auch drei Landschaftstypen: Urgebirge aus den Zeiten der Schöpfung (kristallin, wenig strukturierte Zusammensetzung), Flötzgebirge (ndt. Flöz) aus geschichteten Sedimentgesteinen (Reste der Sintflut) und Aufgeschwemmtgebirge (Schwemmgesteine).

[1] Hancock, Paul L.; Skinner, Brian J. (Hrsg.). The Oxford Companion to the Earth. Oxford: OUP, 2000.

Bildquelle: Johann Gottlob Lehmann. Versuch einer Geschichte von Flötz-Gebürgen: betreffend deren Entstehung, Lage, darinne befindliche Metallen, Mineralien und Foßilien … Berlin: Klüter, 1756.

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Kategorien: Naturwissenschaften

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